Essstörungen gemeinsam vorbeugen
In diesem Schuljahr fand an unserer Schule ein besonderes und zukunftsweisendes Projekt statt: Engagierte Schülerinnen und Schüler nahmen erfolgreich an der Peer-AG „Peers going digital“ teil. Ziel des Projekts war es, junge Menschen für das Thema Essstörungen zu sensibilisieren und digitale Inhalte zum Thema Essstörungen und für ein gesundes Körperbild zu entwickeln.
„Ich finde es wichtig, dass über das Thema gesprochen wird. So merken andere vielleicht, dass sie mit ihren Gedanken oder Problemen nicht allein sind“, so eine Teilnehmerin der Peer-AG.
Ausbildung auf Augenhöhe – von Jugendlichen für Jugendliche
Während der Ausbildung, die durch Michelle Knötzsch (Fachstelle Sucht) geleitet wurde, beschäftigten sich die Peers intensiv mit wichtigen Themen rund um Körperbild, Selbstwert und psychische Gesundheit. Im Mittelpunkt standen unter anderem:
- die Entwicklung eines gesunden Körperbildes und die Stärkung des Selbstwertgefühls,
- der Einfluss sozialer Medien und digitaler Vorbilder,
- das Erkennen früher Warnsignale von Essstörungen sowie Möglichkeiten der Unterstützung.
Besonders wertvoll war dabei der Peer-to-Peer-Ansatz: Niemand kennt die Lebenswelt Jugendlicher besser als sie selbst. Deshalb entwickelten die Teilnehmenden eigene Ideen, wie sich diese sensiblen Themen verständlich, authentisch und lebensnah vermitteln lassen.
Kreative Medien mit großer Wirkung
Den Höhepunkt des Projekts bildete die Erstellung eigener digitaler Medien. Gemeinsam mit einem Medienpädagogen und Filmproduzenten produzierten die ausgebildeten Peers Videos, Podcasts und weitere digitale Inhalte.
Ein besonderes Highlight: Die entwickelten Materialien kommen nicht nur an unserer Schule zum Einsatz. Über die Präventionsplattform feelok.de stehen sie künftig Fachkräften und Bildungseinrichtungen in ganz Deutschland zur Verfügung und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur modernen und zielgruppengerechten Präventionsarbeit.
Ein gelungener Abschluss: Ausflug in den Europa-Park
Zum Abschluss des erfolgreichen Projektjahres feierten die Schülerinnen und Schüler ihre gemeinsame Leistung bei einem Ausflug in den Europa-Park. Neben vielen schönen gemeinsamen Erlebnissen bot der Tag Gelegenheit, auf das Erreichte zurückzublicken und den Zusammenhalt innerhalb der Gruppe zu stärken.
Dank an unsere Projektpartner
Das Projekt wurde vom Baden-Württembergischen Landesverband für Prävention und Rehabilitation gGmbH initiiert und fachlich begleitet. Ermöglicht wurde die Zusammenarbeit durch die Förderung der Baden-Württemberg Stiftung im Rahmen des Programms „Partizipative Suchtprävention im Jugendalter 2.0“.
Von schulischer Seite waren Maria Haas, IN VIA Schulsozialarbeit und die beiden Biologielehrkräfte Pia Schlotthauer und Philipp Pfeiffer die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner.
Wir sind sehr stolz auf unsere Schülerinnen und Schüler. Mit ihrem Engagement, ihrer Kreativität und ihrem Verantwortungsbewusstsein haben sie nicht nur wertvolle persönliche Erfahrungen gesammelt, sondern auch einen nachhaltigen Beitrag zur Prävention und zur Förderung psychischer Gesundheit geleistet. Ihr Einsatz zeigt eindrucksvoll, wie junge Menschen Verantwortung übernehmen und andere stärken können – ganz nach dem Motto: Von Jugendlichen für Jugendliche.
Michelle Knötzsch und Maria Haas







