Das diesjährige fair.nah.logisch-pädagogisch-Zukunftsforum befasste sich mit dem übergreifenden Thema „Gesunder Planet – Gesunde Schule“. Die fnl-p-Teams aller Stiftungsschulen trafen sich am Mi., 20.05., bis Do., 21.05.26, im Bildungshaus St. Bernhard in Rastatt, um mehr über das Thema zu erfahren und sich mit den anderen darüber auszutauschen. Für unsere Schule nahmen Charlotte Bräuer (5a), Madita Utermarck (7b), Frau Storr und Frau Basler teil.
Nach einer Begrüßungs- und Kennenlernrunde gab es einen Vortrag von Anja Lehnertz, der „Hebamme am Limit“. Sie stellte die Bedeutsamkeit von planetarer Gesundheit vor; es besteht nämlich ein enger Zusammenhang zwischen planetarer Gesundheit und derjenigen des Menschen. Einerseits hat beispielsweise der Klimawandel Auswirkungen auf unsere Gesundheit, andererseits können wir uns um den Planeten kümmern und auch mit scheinbar kleinen Aktionen etwas bewirken (z.B. kann man beim Spazierengehen auf den Boden geworfenen Müll aufsammeln, sich und ggf. seiner Begleitung das Material bewusst machen und den Müll angemessen entsorgen – das kann etwa zu einem anderen Blick auf To Go-Behälter oder Zigarettenkippen führen).
Danach setzten wir uns in Gruppen, sog. „Planetary Health Task Forces“, zusammen und überlegten Lösungen für bestimmte Themen- bzw. Problemfelder im Schulalltag (z.B. Hitze, reproduktive Gesundheit, Ernährung).
Am späten Vormittag erschien Herr Krug, der Stiftungsdirektor. Er stellte noch einmal heraus, wie wichtig das Thema Nachhaltigkeit grundsätzlich und auch ihm ist, und war begeistert von dem Engagement der Anwesenden und darüber hinaus der Schulen.
Später stellte uns Leah Herwig den GECKO-Kurs vor, ein Kooperationsprojekt der Schulstiftung und des BDKJ. Der Kursname ergibt sich aus: g-lobal, e-ngagiert, c-hristlich, k-ritisch, o-ekologisch. Die Teilnahme ist für Jugendliche ab Kl. 8 möglich, und das Programm setzt neben Information und Wissen auf Planung und Aktivität der Jugendlichen. Eine Motivation des GECKO-Kurses lässt sich in einem Zitat von Robert Swan, einem britischen Polarforscher und Umweltschützer, finden: „Die größte Gefahr für unseren Planeten ist der Glaube, dass schon jemand anderes ihn rettet.“
Außerdem erfuhren wir dann mehr über den Welterschöpfungstag. Rebecca Albert erklärte, was er bedeutet, wer ihn berechnet, seit wann es ihn gibt, wie er sich entwickelt hat. Dabei wies Frau Albert darauf hin, welche Rolle der individuelle ökologische Fußabdruck spielt, aber auch darauf hin, wie wichtig der strukturelle Handabdruck ist. In sog. Barcamps konnten wir uns daraufhin mit verschiedenen Themen beschäftigen, die uns im Zusammenhang mit der geplanten Schulaktion eingefallen waren (z.B. SWR-Medienverbindung, Kahoot, Slogan und Logo). Am Ende dieses Schuljahres soll es an jeder Stiftungsschule eine Welterschöpfungstag-Schulaktion geben. Dafür gab es Zeit, den Aktionstag in den Schulteams genauer zu planen.
Am nächsten Morgen starteten wir mit einem Morgenimpuls, bei dem es in kleinen Übungen darum ging, bewusst auf den Körper und Atem zu achten. Und nach einem kräftigenden Frühstück waren wir bereit für den letzten gemeinsamen Vormittag.
Nora Oehmichen von Teachers for Future zeigte auf, wie und dass Selbstwirksamkeit ansteckend ist und andere entfachen kann. Dann sind nämlich Handeln und Werte des Einzelnen im Einklang. Im Weiteren ging Frau Oehmichen darauf ein, wie man in der Schule Räume für Selbstwirksamkeit schaffen kann: Partizipation ist von enormer Bedeutung, zumal in dem Spannungsverhältnis von Adultismus (von Erwachsenen bestimmt) und Parentifizierung (Kindern wird zu viel zugemutet). Anschließend diskutierten wir in Barcamps über verschiedene Themen (z.B. Klima-Tiere, Netzwerke schaffen und nutzen, Warum wir das alles tun).
Danach schaltete sich Eva Jerger, die das Referat Nachhaltiges Wirtschaften und Mobilität der Erzdiözese Freiburg leitet, per Videokonferenz in unsere Runde dazu. Sie stellte einige Angebote des Bildungskatalogs Schöpfung und Umwelt für Schulen vor (z.B. 40 Tage weniger, Weltspiel, Schöpfungszeit).
Als letzten Programmpunkt gab es einen sog. Gallery Walk: Jedes fnl-p-Schulteam hatte etwas mitgebracht, das seine Arbeit vorstellte. So konnten wir konkret sehen, welche Aktionen oder Projekte im Bereich Nachhaltigkeit durchgeführt wurden bzw. werden, und direkt mit den engagierten Jugendlichen und Lehrkräften über ihre Erfahrungen ins Gespräch kommen.
Wir vier erlebten die Tagung als sehr bereichernd und inspirierend. Im Austausch mit den anderen fnl-p-Teams erhielten wir interessante Anregungen und konnten eigene Ideen entwickeln. Vielen Dank für die Organisation und das gemeinsame Programm! Nun freuen wir uns, das in unserer Schule weiterzutragen!
Stephanie Basler








