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Gott und das Leid in der Welt

Klosterschule vom Hl Grab Gipfeltreffen 1

Das „Gipfeltreffen“ der Reli-Leistungsfächer

 

Am Mi., 14. Oktober 2026, besuchten wir, das LF Religion der K2, in Freiburg das „Gipfeltreffen“ zum Thema Theodizee. Dabei ging es um eine grundlegende Frage der Theologie: Wie kann es Leid in der Welt geben, wenn Gott gleichzeitig als allmächtig und gut verstanden wird? Im Laufe des Tages konnten wir uns aus unterschiedlichen Perspektiven mit dieser schwierigen Frage auseinandersetzen.

Zu Beginn berichtete die Palliativmedizinerin Miriam van Buiren anhand von vier Fällen von schwer kranken Kindern und Jugendlichen, die im Laufe ihrer Erkrankung verstorben waren. Sie erzählte deren Geschichten sehr anschaulich und detailliert und gab uns dadurch einen persönlichen Einblick in ihre Arbeit. Die Schicksale der Kinder und Jugendlichen berührten uns alle emotional sehr. Durch die persönlichen Geschichten wurde deutlich, dass hinter jeder Erkrankung ein individuelles Schicksal steht und wie schwierig es sein kann, mit schwerem Leid und dem Tod umzugehen.

Anschließend hörten wir einen Vortrag von Magnus Striet, der als Professor für Fundamentaltheologie und Philosophische Anthropologie an der Universität Freiburg tätig ist. Er setzte sich mit der Theodizeefrage auseinander und brachte dabei seine eigene, teilweise kritische Sichtweise ein. Sein Vortrag lieferte zahlreiche Denkanstöße und regte dazu an, eigene Vorstellungen und Überzeugungen zu hinterfragen.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen teilten wir uns in kleinere Gruppen auf und nahmen an Workshops teil, die von Theologiestudierenden geleitet wurde. Dort diskutierten wir über die Theodizeefrage und tauschten unsere Gedanken und Meinungen aus. Dabei entstand ein reger Gesprächsfluss, und es war interessant, die unterschiedlichen Perspektiven der anderen Teilnehmenden kennenzulernen. Es zeigte sich, dass es bei diesem Thema keine einfachen Antworten gibt und dass viele Fragen Raum für Diskussionen lassen.

Zum Abschluss hatten wir die Möglichkeit, Fragen an Miriam van Buiren und Magnus Striet zu stellen. Besonders diese Fragerunde war interessant, da Fragen aufkamen, die man sich selbst bisher noch nicht oder zumindest nicht in dieser Form gestellt hatte. Dadurch wurde man dazu angeregt, über neue Aspekte der Theodizeefrage nachzudenken. Gleichzeitig war es spannend, nicht nur die Fragen und Gedanken der anderen Teilnehmenden zu hören, sondern auch die Antworten und Einschätzungen der Referierenden kennenzulernen. So konnte man neue Perspektiven gewinnen und eigene Überlegungen weiterentwickeln.

Insgesamt war es ein aufschlussreicher und emotional bewegender Tag. Besonders die persönlichen Schicksale der Kinder und Jugendlichen haben uns berührt, während die Vorträge und Diskussionen viele neue Denkanstöße lieferten. Das Gipfeltreffen hat mir nochmals gezeigt, wie komplex die Frage nach Gott und dem Leid in der Welt ist und wie wichtig es ist, sich mit unterschiedlichen Sichtweisen auseinanderzusetzen.

Lara Litzenberger (K2)