Es geht nach Den Haag
Vom Montag, 20.07., bis Freitag, 24.07.26, fand die K1-Studienfahrt „Den Haag“ in Begleitung von Frau Guth und Herrn Komm statt. Und wenn wir vom 20.07. sprechen, dann meinen wir tatsächlich den Beginn des Tages, denn wir alle mussten uns schon zur unvorstellbaren Uhrzeit von 01:40 Uhr nachts am Bahnhof in Karlsruhe treffen, um mit dem Flixbus an unser Ziel zu kommen. Als ob das nicht schon Herausforderung genug gewesen wäre, hatte der Bus dann natürlich prompt auch noch rund zwei Stunden Verspätung, und so standen wir alle erst einmal hundemüde vor dem Karlsruher Zoo, um die Zeit abzusitzen. Als der Bus endlich da war, verlief aber alles wie geplant – nach insgesamt zehn Stunden erblickten wir endlich die Umrisse von Den Haag!
Natürlich etwas erschöpft deponierten wir unser Gepäck im Hostel und ließen uns erst einmal auf eine kleine Tour durch die Stadt ein, um unser einwöchiges Zuhause kennenzulernen.
Danach bezogen wir vollständig unsere Zimmer im Hostel und machten es uns bequem, um anschließend alle zusammen unter der Führung der Lehrkräfte in Chinatown, einem kleinen Viertel in Den Haag, unser erstes Abendessen gemeinsam zu uns zu nehmen, auch wenn die Mehrheit am Ende doch lieber auf richtig chinesisches Essen verzichtete.
Umso glücklicher waren alle, endlich ins Bett zu kommen, in der Hoffnung, die Müdigkeit der vergangenen Nacht wieder auszuschlafen. Natürlich blieben viele aber trotzdem noch lange wach – schließlich ist eine Studienfahrt etwas ganz Besonderes.
Mit Blick aufs Meer
Der Dienstag begann mit unserem ersten Frühstück im Hostel. Das Frühstück wurde als Buffet angeboten, so dass jeder selbst auswählen konnte, was er essen wollte. Außerdem hatten wir die Möglichkeit, uns ein Lunchpaket für den Tag zusammenzustellen.
Anschließend machten wir uns auf den Weg, um die Fahrräder abzuholen, die uns während unseres Aufenthalts in Den Haag als Fortbewegungsmittel dienten. Dabei gab es zunächst einige kleinere Probleme, da bei manchen Fahrrädern die Bremsen oder die Beleuchtung nicht richtig funktionierten. Nachdem diese Mängel behoben worden waren, konnten schließlich alle ihre Fahrräder übernehmen.
Unsere erste Station war der Strand von Scheveningen. Dort verbrachten wir etwas Zeit am Meer. Wer wollte, konnte zusätzlich eine kleine Fahrradtour durch die Dünen unternehmen oder einfach am Strand bleiben und die Umgebung genießen.
Danach fuhren wir weiter zum Mauritshuis, einem bekannten Kunstmuseum in Den Haag. Dort nahmen wir an einer Führung teil und erfuhren interessante Informationen über das Museum sowie einige der ausgestellten Kunstwerke.
Nach dem Museumsbesuch kehrten wir zunächst ins Hostel zurück, um uns auszuruhen. Am Abend machten wir uns noch einmal mit den Fahrrädern auf den Weg zum Strand, um den Sonnenuntergang von einer Düne aus zu beobachten. Obwohl es dort ziemlich kalt war, war der Blick auf das Meer und den Sonnenuntergang ein schöner Abschluss des Tages.
Anschließend fuhren wir zurück zum Hostel und ließen den Tag ausklingen.
Panorama
Same procedure as every day: Frühstück um halb neun, Treffpunkt um halb zehn. Mit inzwischen ins Pflichtprogramm aufgenommener Verspätung ging es wieder auf die Räder und zu einer Aussichtsplattform in der Stadt. Von der quietschgelben Treppe aus hatten wir einen guten Blick über Den Haag und schon mal ein Gefühl für die grob dreimal so vielen Stufen, die uns am Donnerstag bevorstehen sollten. Nach ein paar Minuten haben wir die recht kleine Plattform jedoch wieder verlassen, um für andere Touristen Platz zu machen. Nachdem jeder sein Fahrrad wieder von den Schlössern befreit hatte, ging es weiter zum Panorama Mesdag, dem größten Gemälde der Niederlande. Die 1680 Quadratmeter große Leinwand des Panoramas ist ein 360°-Gemälde mit einem Umfang von 114,5 Metern und zeigt die Küste Scheveningens. Gemalt wurde das Ganze innerhalb von vier Monaten, die Restauration hat zehn Jahre gedauert – was davon jetzt die größere künstlerische Leistung ist, bleibt ungeklärt.
Um 15:00 Uhr stand ein offizieller Termin an, leider bei einem Gebäude ohne offizielle Fahrradparkplätze. Die Tweede Kamer (Repräsentantenhaus), welche aufgrund der Renovierungen des Binnenhofs aktuell extern stationiert ist, wurde uns in einer kurzen Führung vorgestellt. In dem weitläufigen Gebäude gab es kleine Ausstellungen, die unter anderem wichtige Politiker der Niederlande und Namen Kriegsgefallener zeigten. Der Sitzungssaal war zum Zeitpunkt unseres Besuchs leer, hat aber öffentlich zugängliche Zuschauerränge (falls sich doch mal jemand stundenlange Verhandlungen anhören oder die umstrittene Erd-Kunst an der Wand bewundern möchte).
Den programmfreien Abend haben alle individuell genutzt, um zu essen, die Stadt nach Shoppingmöglichkeiten für Freitag abzusuchen oder Werwolf zu spielen.
Sportlich unterwegs
Am Donnerstag begann unser Tag wie gewohnt gegen 08:30 Uhr mit dem Frühstück im Hostel. Um 09:30 Uhr machten wir uns mit unseren Fahrrädern auf den Weg Richtung Delft, einer Stadt in der Nähe von Den Haag. Zunächst erreichten wir nach 11 km Fahrt De Zweth. Dort befand sich der Startpunkt für eine Elektroboot-Tour auf einem Kanal, die wir gebucht hatten. Uns standen drei Boote zur Verfügung, welche wir selbst steuern durften. Auch wenn wir nicht immer sofort die richtige Route gefunden haben, lieferten wir uns ein paar lustige Rennen und hatten sehr viel Spaß, so dass die zweistündige Bootsfahrt zu einem echten Highlight wurde.
Anschließend aßen wir unsere Lunch-Pakete und fuhren weiter nach Delft. Dort besuchten wir die Nieuwe Kerk, die neue Kirche von Delft, und bestiegen über 376 Treppenstufen den Kirchturm. Oben angekommen, auf 109 Metern Höhe, genossen wir den Ausblick über die Stadt. Danach hatten wir Freizeit, um die Stadt zu erkunden, Souvenirs zu kaufen oder über einen Markt zu schlendern.
Am Nachmittag ging es dann mit dem Fahrrad zurück zum Hostel. Insgesamt legten wir an diesem Tag rund 40 km mit dem Fahrrad zurück. Wer noch nicht genug hatte, konnte um 19 Uhr an einer zusätzlichen Fahrradtour mit Herr Komm zum Strand teilnehmen. Dort konnten wir unseren letzten Abend noch einmal richtig genießen. Wir spielten Volleyball, genossen den wunderschönen Sonnenuntergang und fuhren sogar mit dem Riesenrad. Trotz des anstrengenden Tages hat sich die Fahrt dorthin gelohnt, und es war ein sehr schöner Abschluss. Anschließend ging es wieder zurück zum Hostel und schließlich sehr müde ins Bett.
Es geht nach Hause
Nachdem wir am letzten Morgen unsere Zimmer geräumt hatten, nutzten wir zum letzten Mal unsere Fahrräder, um zum Vredepalais (Internationaler Gerichtshof für Menschenrechte) zu kommen. Leider kann man den Gerichtshof nicht besichtigen, so dass uns nur das kleine Besucherzentrum vor der Anlage blieb und wir dadurch immerhin einen kleinen Einblick in die Geschichte dieses wichtigen Ortes erhaschen konnten.
Danach konnten wir die letzten Stunden in Den Haag noch einmal individuell in der Stadt verbringen und trafen uns um 15:30 Uhr vor unserem Fahrrad-Laden, um unsere (nun liebgewonnenen) gelb-grünen Fahrräder abzugeben.
Die Zeit bis zur Abfahrt unseres Buses konnten wir noch einmal etwas entspannt auf der Terrasse in unserem Hostel verbringen, so dass wir um 17:50 Uhr in einen tatsächlich überpünktlichen Flixbus in Richtung Karlsruhe einstiegen. Hier kamen wir um 03:40 Uhr – 10 min. früher als geplant! – wohlbehalten an.
Felix Kochendörfer, Marie Giloth, Patricia Merkel und Franziska Vorbach (K1)
Es war eine erlebnisreiche und wunderschöne Woche in den Niederlanden, für die wir uns ganz besonders bei Frau Guth und Herrn Komm, die alles organisiert und uns begleitet haben, bedanken möchten!









