Le lundi 20 juillet 2026
Um 4:30 Uhr morgens trafen wir uns am Busparkplatz in Baden-Baden – verschlafen, aber voller Vorfreude. Mit dem Reisebus ging es nach Straßburg und von dort aus mit dem TGV ins wunderschöne Bordeaux. Die Zeit bis zur Ankunft verging im Nu.
Bevor wir im Hotel eintrafen, drehten wir dank unseres Orientierungssinns erst einmal eine kleine Extrarunde durch die Stadt. Nach einer kurzen Verschnaufpause besuchten wir das MECA, ein Kultur- und Architekturzentrum des bekannten dänischen Architekten Bjarke Ingels. Auch das Musée des Beaux-Arts besichtigten wir. Als wir schließlich unsere Zimmer beziehen durften, stellten wir fest, dass manche überraschend geräumig und andere eher… kuschelig waren.
Den Abend verbrachten wir mit netten Gesprächen alle gemeinsam zunächst in einem Restaurant und danach noch in der Stadt. Wir liefen ohne wirkliches Ziel durch die Gassen, lernten die Umgebung kennen und merkten schon am ersten Abend, wie gut wir uns als Gruppe verstanden.
Le mardi 21 juillet 2026
Nach dem Frühstück ging es zur beeindruckenden Cathédrale Saint-André, wo wir – wie an vielen Stationen – einen Schülervortrag hörten. Anschließend erkundeten wir bei einer Stadtrallye die Altstadt von Bordeaux.
Besonders spaßig war danach die Freizeit auf der Rue Sainte-Catherine, einer der längsten Einkaufsstraßen Europas. Spätestens dort wurde einigen von uns klar, dass das eingeplante Urlaubsbudget wohl doch etwas zu optimistisch gewesen war.
Am Nachmittag führte uns eine weitere Rallye durch das Chartrons-Viertel. Abends machten wir uns dann in kleineren Gruppen auf den Weg durch die Stadt, schossen unzählige Fotos, probierten eine richtig gute Açaí-Bowl und ließen den Tag entspannt ausklingen. Natürlich durfte auch ein Eis von einer der bekanntesten Eisdielen Bordeaux’ nicht fehlen – schließlich hat sie rund um die Uhr geöffnet.
Le mercredi 22 juillet 2026
Am Mittwoch besuchten wir die Cité du Vin, das berühmte Weinmuseum von Bordeaux. Dort erfuhren wir alles über die Geschichte und Herstellung des Weins. Während die Volljährigen (Herr Ernst und Frau Baur) Wein probieren durften, gab es für den Rest von uns Traubensaft …
Nach der Mittagspause in einer riesigen Markthalle mit Essensständen aus aller Welt ging es weiter zu den Bassins des Lumières, den ehemaligen U-Boot-Bunkern. Die riesigen Lichtprojektionen waren beeindruckend – gleichzeitig aber auch so entspannend, dass einige kurz davor waren, einzuschlafen.
Den Abend verbrachte fast die ganze Stufe in einer Rooftop-Bar. Alkohol gab es für uns zwar nicht, aber das hielt uns nicht davon ab, einen richtig lustigen Abend zu verbringen. Mit einer spontanen Happy-Birthday-Einlage versuchten wir sogar, irgendwie an etwas Kostenloses zu kommen. Der Plan war kreativ – nur leider nicht erfolgreich.
Le jeudi 23 juillet 2026
Auf diesen Tag hatten sich viele von uns besonders gefreut: Mit dem Reisebus ging es morgens zur Dune du Pilat, der größten Wanderdüne Europas. Der Aufstieg war bei der Hitze zwar ziemlich anstrengend, wurde oben aber mit einer unglaublichen Aussicht über den Atlantik und die Pinienwälder belohnt.
Herr Ernst sorgte zusätzlich für Unterhaltung, als er die Düne kurzerhand hinunterrollte – und anschließend den ganzen Weg wieder nach oben musste.
Danach fuhren wir weiter nach Arcachon. Eigentlich wollten wir mit der Fähre zum Cap Ferret fahren, jedoch wurde die Überfahrt aufgrund eines großen Waldbrandes kurzfristig abgesagt. Stattdessen verbrachten wir den Nachmittag am Strand, bauten Sandburgen, spielten Volleyball, machten ein Picknick mit selbst belegten Baguettes und genossen einfach das Meer.
Ganz vergessen konnten wir den Brand allerdings nicht. Im Laufe des Nachmittags zogen immer mehr Rauch- und Aschewolken über den Himmel. Es roch deutlich nach Feuer, vereinzelt fiel sogar Asche vom Himmel. Obwohl wir uns jederzeit außerhalb der Gefahrenzone befanden, war das schon ein ziemlich surrealer Anblick.
Am Abend waren wir alle so erschöpft, dass ein kurzer Abstecher zu McDonald’s völlig ausreichte, bevor wir müde ins Bett fielen.
Le vendredi 24 juillet 2026
Unser letzter voller Tag begann mit einem Besuch im CAPC Musée d’Art Contemporain, wo wir moderne Kunst und Architektur erkundeten. Danach verbrachten wir die Mittagspause im botanischen Garten, bevor wir den Nachmittag mit einer Bootsfahrt auf der Garonne ausklingen ließen.
Am Abend erreichten uns jedoch beunruhigende Nachrichten: Die Waldbrände hatten sich weiter ausgebreitet, der Himmel war erneut grau, überall lag Rauch in der Luft, und die Luftqualität verschlechterte sich deutlich. Deshalb beschlossen wir gemeinsam, den letzten Abend statt in der rauchigen Stadt lieber im sicheren Hotel zu verbringen.
Wir spielten zusammen Make it Meme, Imposter, unterhielten uns und ließen die vergangenen Tage noch einmal Revue passieren. Manchmal braucht es eben gar kein großes Programm.
Le samedi 25 juillet 2026
Nach dem Frühstück hieß es Koffer packen und Abschied nehmen. Dass dabei das eine oder andere Croissant oder Chocolatine „versehentlich” den Weg in die Jackentasche fand, behalten wir lieber für uns.
Mit dem TGV und später dem Bus ging es zurück nach Baden-Baden, wo wir am Nachmittag ankamen. Erst auf der Heimfahrt erfuhren wir, wie stark sich die Brände in den folgenden Stunden noch ausbreiteten. Umso dankbarer waren wir, dass wir sicher zu Hause ankamen.
Rückblickend bleibt vor allem eines in Erinnerung: eine unglaublich schöne Woche. Dank Frau Baur und Herrn Ernst herrschte während der gesamten Studienfahrt eine entspannte Atmosphäre. Wir hatten viel Freizeit, konnten Bordeaux selbst entdecken, wurden mit viel Vertrauen begleitet und hatten jede Menge Spaß zusammen. Danke an Frau Baur und Herrn Ernst für eine Studienfahrt, die wir so schnell sicher nicht vergessen werden!
Marlene Gehring (K2)







