Taizé-Fahrt mit Schülerinnen und Schülern der 11. Klassen

 

Wir, die Klassenstufe 11, hatten dieses Jahr zum ersten Mal die Möglichkeit vier Tage lang, zusammen mit Frau Kessler und Herr Bläs, Taizé zu erleben. In unseren Vortreffen zeigte sich schnell, dass sich zwar keiner genaue Vorstellung darüber machen konnte, wie so ein Leben in Taizé aussieht, aber alle doch wirklich neugierig darauf waren, es einmal selbst mitzuerleben.

So landeten wir mit unseren „Riesenrucksäcken“ erstmal auf dem „Riesenzeltplatz“ von Taizé. Tausend junge Leute aus verschiedenen Ländern verbringen hier, in der Glaubensgemeinschaft der Brüder von Taizé, einige Zeit. Was die unbeschreibliche Atmosphäre ausmacht, ist wohl die Einfachheit der Art und Weise, dort zu leben. Man gewöhnte sich rasch an die kalten Duschen, die nicht unbedingt luxuriösen Zelte und einige von uns gewöhnten sich sogar an das Essen (=, das wir immer auf kleinen Bänkchen auf dem Boden aßen. Der Überfluss, der zu Hause so viel unseres Alltags bestimmt, spielte hier keine Rolle mehr, man war so viel freier. Wir konnten dreimal am Tag zum gemeinsamen Gebet gehen, bei dem es aber nicht darum ging, Texte herunter zu beten, sondern man sang in der Gemeinschaft von Tausenden die Taizé- Lieder oder hörte einfach nur zu. Außerdem wurden uns Gespräche und Workshops mit Brüdern angeboten, in denen wir über „Gott und die Welt“ sprachen. Insgesamt verbrachten wir aber auch viel Zeit in unserer Gruppe. Während die Jungs, einschließlich Herr Bläs, oftmals am Ballspielen waren, lagen die Mädels viel lieber in der Sonne und schauten zu. Abends trafen wir uns entweder einfach so, um beieinander zu sitzen und zu reden - was die Nachtwächter nicht immer begeisterte - oder wir trafen uns, wie die meisten Jugendlichen, am „Oyak“, einem kleinen Kiosk , an dem wir noch etwas trinken und Knabberzeug für dich Nacht kaufen konnten.

In den Tagen in Taizé erlebten wir sicher sehr viele ruhige Stunden. Es war ein wirklich bescheidenes Leben, so dass man sich einmal auf sich selbst einließ, über Dinge nachdachte, für die im sonstigen Alltag kein Platz, keine Zeit oder Notwendigkeit zu sein scheinen.

Und am Ende wollte eigentlich keiner von uns mehr gehen…

 

Mareike Niederer, 11a