Thema “Studienfahrten”

Visiting Wales

Unsere Reise mit 17 SchülerInnen der Klosterschule vom Heiligen Grab nach Cardiff war seit langem bestens vorbereitet: So begannen wir nicht erst mit dem obligatorischen Kofferpacken, sondern wir trafen uns zuvor noch zu Gesangsproben mit Frau Jacobs, Planungstreffen mit Frau Armansperg und eigenen Video-Sessions. Außerdem wollten wir ein T-Shirt mit Motto, worum sich dankenswerterweise Frau Kessler kümmerte.

Am Tag der Abreise gab es am Baden Airpark einige Aufregung, bis nämlich alle Teilnehmer vollzählig am Gate waren!  Zum Glück lief ab dann alles reibungslos  - auch für  Menschen mit Flugangst. Angekommen am Londoner Flughafen Stansted ging es erstmal vorbei an den etwas pingeligen Einreisebeamten, raus aus einer kaputten U-Bahn und schließlich quer durch den Bahnhof London-Paddington, um unsere reservierten Plätze im Zug zu ergattern. Jetzt waren wir nur noch zweieinhalb Stunden von unserem Reiseziel entfernt.  Als wir endlich in Cardiff ankamen, wurden wir von unseren walisischen Austauschschülern herzlich begrüßt und gingen alle erstmal getrennte Wege.

Das erste richtige Kennenlernen nach dem Besuchstag der Waliser in Deutschland im April 2011 fand anschließend in den einzelnen Familien statt. Am nächsten Tag trafen wir uns alle wieder und erkundeten bei traumhaftem Wetter gemeinsam die Strände der Umgebung. Mit den Minibussen der Schule ging es dann erstmal nach  Merthyr Mawr, der zweitgrößten Sanddüne Europas.  Unsere Versuche, mit Plastikschlitten die Sanddüne herunterzurodeln, scheiterten leider am zu nassen Untergrund. Dafür erwies sich das Spiel „Ninja“ als perfekter „Icebreaker“. Anschließend ging es zu unserem kleinen Bucht Southerndown, wo zunächst mal die Sandwiches ausgepackt wurden. Der anschließenden  Sandburgenwettbewerb schweißte die deutsch-walisischen Gruppen so richtig zusammen.  Jede Gruppe fand ihre „Burg“ am schönsten, weshalb nicht jeder mit der Preisvergabe einverstanden war.  Zum Abschluss ging es noch in die Bucht von  Barry Island, in der es wunderbaren Kaffee, „fish'n' chips“ und Eis gab.

Das Wochenende verbrachte jeder mit der Austauschfamilie. Besichtigt wurden unter anderem das Cardiff Castle, das St. Fagans Museum, das Regierungsgebäude bei Cardiff Bay und natürlich die Shoppingmeile, wo man samstagmorgens  fast alle Mädchen treffen konnte.

Montags begannen dann endlich die ersehnten  Herbstferien – jedenfalls in Deutschland, denn hier in Wales endeten sie! Also begleiteten wir unsere walisischen Partner in die  Whitchurch High School. Verwundert waren wir zu Anfang über kleinere Klassen und längere Schulstunden beziehungsweise insgesamt längere Schulzeiten. Bekannt war uns dagegen Halloween, das an diesem Tag gefeiert wurde und an dem unsere AustauschschülerInnen mit uns Kürbisse aushöhlten und Parties feierten,  so dass wir alle viel Spaß hatten.

Am nächsten Tag begleiteten wir die Waliser nur vormittags in ihren Unterricht, da wir nachmittags das alte, stillgelegte Kohlebergwerk Big Pit besichtigten. Dort fuhren wir zusammengequetscht bis zu 90 Meter tief in den Schacht, nach dem wir zuvor zu unserer Sicherheit mit Grubenlampen und fünf Kilo schweren Gürtel ausgerüstet worden waren. Von einem ehemaligen Kumpel geführt, wurden uns der Alltag des Kohlebergbaus eindrucksvoll geschildert. Wir waren entsetzt und beeindruckt zugleich.

Am Mittwoch gingen wir zum letzten Mal mit in den Unterricht. Abends fand ein gemeinsames Abschluss-Bowling statt, denn am nächsten Morgen mussten wir uns dann schweren Herzens voneinander trennen. Unsere Partner begleiteten uns noch bis zum Hoftor von Whitchurch Highschool, dann mussten sie zurück in den Unterricht, und wir zogen unsere Koffer Richtung Bahnhof. Die Heimreise konnte beginnen. Erschöpft, aber glücklich kamen wir alle abends heil am Baden Airpark an.

Abschließend können wir sagen, dass wir in diesen acht Tagen  nicht nur viel gesehen und gelernt haben, sondern auch neue Freunde gewonnen haben, mit denen wir gemeinsam eine tolle Zeit hatten. Für das Wiedersehen wurden bereits konkrete Pläne geschmiedet. Die ersten Waliser werden schon in den Weihnachtsferien nach Baden-Baden kommen, eine weitere Gruppe hat sich die Februarferien für einen Besuch reserviert. Im Juli folgt der offizielle Gegenbesuch. Egal wann und wie, Hauptsache, der Austausch geht weiter!

Unser Dank gilt vor allem Frau Armansperg, da sie sich mit vollem Eifer und Engagement um die walisische Partnerschule bemüht hat, und unseren begeisterten Begleitlehrerinnen: Frau Kessler, Frau Fehlings und Frau Basler

Verfasst von Webadministrator am Dienstag, 22. November 2011

Studienfahrt nach Brüssel

Belgien - das Land der Fritten, der Schokolade, des Bieres, der Enten und des schlechten Wetters - kann trotz seiner verhältnismäßig geringen Bevölkerungszahl mit einer vielbesuchten Metropole aufwarten, die noch dazu auch vor dem europä-ischen Hintergrund von

 

herausragender Bedeutung ist: Brüssel. In der Hauptstadt treffen architektonisch krasse Gegensätze aufeinander: Ju-gendstil neben Bauhaus und modernen Wolkenkratzern - genau das macht Brüs-sel so einzigartig. Das spezielle, internationale Flair verleihen der Stadt die verschiedenen europäi-schen Institutionen, welche die eher provinziellen Ladenschlusszeiten wieder wettmachen. Eben diese besondere Stadt war Ziel unserer Studienfahrt. Von der weltbesten Frittenbude über die Landesvertretung Baden-Württembergs und über den Manneken Pis bis hin zum Europäischen Parlament und der Parade anlässlich des Nationalfeiertages gab es in dieser Woche viel zu sehen und zu erleben (durch die die vielen Läden zu spazieren und Schokolade zu kosten natür-lich eingeschlossen).

von Pauline Kronimus

Verfasst von Manuela Reith am Freitag, 22. Juli 2011

Ein Tag der deutsch-walisischen Freundschaft

Die Kontakte waren durch E-mails und Facebook schon geknüpft, aber da nichts spannender ist als eine wirkliche Begegnung, waren die Erwartungen auf beiden Seiten hoch, als die 35 walisischen Schüler der Whitchurch Highschool aus Cardiff am Freitag, 15. April aus ihrem Bus stiegen und von den Schülern der Klosterschule vom Heiligen Grab in ihre Klassenzimmer geführt wurden.

 

Nach den Begrüßungsworten durch die Schulleiterin Margarete Ziegler stellten die jungen Waliser sich, ihre Schule und ihre Stadt vor. Das Eis war schnell gebrochen, als die Gäste sich zu einem Chor zusammen stellten und die Nationalhymne von Wales, eine Ballade und ein Rugbylied  in walisischer Sprache sangen. Die anschließende Präsentation ihrer selbst gedrehten Kurzfilme gab einen ersten Eindruck davon, was man in Cardiff sehen kann und wie es an einer britischen Schule aussieht.
Der Vormittag in der Schule verging viel schneller als sonst, da die walisischen Schüler ihre Gastgeber nach ihrer Präsentation mit in den Unterricht begleiteten und das deutsche Schulleben somit „live“ erlebten. Am Nachmittag  war Freizeit angesagt.  Die Baden-Badener Schüler zeigten ihre Stadt und verwirklichten die im Vorfeld mit ihren Partnern geschmiedeten Pläne. Anschließend nahm jeder seinen Gast zum Abendessen mit nach Hause. Viel Zeit blieb nicht, der Bus fuhr um acht Uhr wieder in die Jugendherberge nach Freiburg zurück, wo die walisische Gruppe während ihres einwöchigen Schwarzwaldtrips wohnt.
In der Zwischenzeit nutzten auch die Englischlehrerinnen die Zeit, um gemeinsam mit ihren walisischen Kolleginnen Pläne für die Zukunft zu schmieden. Die Chemie stimmte, und aus der Stippvisite soll nun ein wirklicher Austausch zwischen beiden Schulen entstehen. Die Begeisterung der deutschen und walisischen Schüler beim Abschied zeigte deutlich, dass alle einen besonderen Tag verbrachten, der leider nur viel zu schnell vorüber war. Beim nächsten Mal wird hoffentlich mehr Zeit sein, einander kennenzulernen.
 

Verfasst von Webadministrator am Dienstag, 24. Mai 2011

Schüleraustausch der Klasse 8c mit St. Jean de Passy

Wir, die Klasse 8c, waren vom 20. bis 26. März 2010 in Paris bei unseren Austauschschülern der Schule St. Jean de Passy. Sie besuchten uns Anfang Dezember für eine Woche in Baden-Baden. Unsere Begleitpersonen für den Austausch waren Frau Strass und Frau Karadza, doch leider konnte diese wegen Krankheit uns nicht nach Paris begleiten. Stattdessen sprang kurzfristig Herr Martin ein, vielen Dank!
Die siebenstündige Anfahrt begann um 8 Uhr am Baden-Badener Bahnhof, wo die Eltern verabschiedet wurden. Durch 2 Pausen, munteres Zusammensein und die französischen Chansons des Fahrers wurde die Busfahrt zu einer angenehmen Reise. Um 15 Uhr wurden wir von unseren Austauschpartnern, bei denen wir untergebracht waren, herzlich begrüßt. Mit ihnen verbrachten wir das Wochenende.
Am Montagmorgen pünktlich zu Schulbeginn um 8 Uhr 15 trafen wir unsere Klassenkameraden. Es gab viel zu erzählen. Gemeinsam mit unseren Lehrern besichtigten wir den Place du Tertre und das Sacré-Coeur auf dem Montmartre. Wir hatten dank des guten Wetters einen tollen Blick auf ganz Paris.
Montag- und Dienstagnachmittags besichtigte ein Teil von uns die Notre Dame, der andere Teil besuchte den französischen Unterricht. Dienstagmorgens und den Mittwoch verbrachten wir damit eine Bootstour mit dem Bateau-Mouche auf der Seine zu machen, den Eiffelturm zu Fuß zu erklimmen und den Louvre mit der Mona Lisa zu besichtigen. Auch an diesen Tagen hatten wir fantastisches Wetter.
Am Donnerstag machten wir einen Tagesausflug nach Versailles. Vormittags besuchten wir das Schloss. Nachmittags waren die Gärten geplant. Doch dies mussten wir abbrechen, da es stark regnete. Stattdessen gingen wir shoppen. 
Die Abende nach der Schule verbrachten wir mit unseren Austauschschülern.
Am Freitag ging es um 10 Uhr zurück nach Baden-Baden. Der Abschied fiel allen sehr schwer.
Insgesamt war der Austausch ein voller Erfolg, wir hatten sehr viel Spaß und es wurden schon Termine für ein privates Wiedersehen gemacht.

Verfasst von Webadministrator am Freitag, 30. April 2010

20 Jahre deutsch-französischer Schüleraustausch

20 Jahre deutsch-französischer Schüleraustausch Klosterschule vom Heiligen Grab / Saint-Charles

Das 20-jährige Bestehen der Schulpartnerschaft zwischen der Klosterschule Baden-Baden und Saint-Charles Athis-Mons war Ende des vergangenen Jahres Anlass einer Feierstunde, zu der am Wochenende des 12. und 13.12.2009 die Direktoren der Partnerschule (M. Grollier, M. Jean und M. Weidert) nach Baden-Baden gekommen waren.

Der Austausch mit Athis-Mons läuft seit 1989 jährlich auf Oberstufenniveau, in diesem Jahr – wegen G8 – erstmalig (und zukünftig weiterhin) in Klasse 8. In diesem Jahr durften somit zwei französische Klassen einen einwöchigen Aufenthalt (vom 8.-14.12. bzw. vom 11.-17.12.) in Baden-Baden erleben. Ihre Begleitlehrer waren gemeinsam mit den drei Direktoren, Frau Ziegler, den Romanisten und ehemaligen Mitstreitern des Austauschs zu einem festlichen Empfang und Abendessen im Bistro zusammengekommen. Dabei wurde von Seiten beider Direktionen die Wichtigkeit der Partnerschaft und das Interesse an ihrer weiter erfolgreichen Fortführung unterstrichen.

Zur allergrößten Zufriedenheit der Gäste wurde das Abendessen umrahmt durch ein vielfältiges Wochenendprogramm (einer Führung durch unser Schulhaus von Frau Ziegler, einer Stadtführung, dem Besuchs des Casinos am Abend sowie der Baselitz-Ausstellung des Burda-Museums und nicht zuletzt auch des Weihnachtsmarktes).

Beide Klassen (11 A und 8 B), die ihre Rolle als Gastgeber während der letzten Dezemberwochen hervorragend gemeistert haben, sind nun in gespannter Erwartung ihrer Aufenthalte in Athis-Mons, die jeweilig einwöchig im kommenden März stattfinden werden. Ein großer Dank gilt all denen, die zur Idee und Durchführung der gelungenen Jubiläumsfeier beigetragen haben!
 

Von: Frau Dr. Schäfer

Verfasst von Webadministrator am Montag, 11. Januar 2010

Studienfahrt nach Hamburg

Zu einer schülerfeindlichen Zeit trafen sich der vierstündige Musikkurs und einige weitere musikbegeisterte Schüler, um in Begleitung von Frau Jacobs und Frau Reith am Baden-Airpark in das Abenteuer Hamburg-Studienfahrt zu starten.
In Hamburg angekommen begrüßte uns Petrus mit dem typischen Wetter, das man dort erwarten würde: grauer Himmel mit Nieselregen. Dem widrigen Wetter trotzend machten wir am Nachmittag mit der U-Bahn eine erste Führung durch die Stadt. Nein, wir haben uns nicht Hamburgs Unterwelt vom Zug aus angesehen, sondern die U-Bahn lediglich genutzt, um einen größeren Teil der Stadt besichtigen zu können. Ziel war zunächst die Hamburger Innenstadt und dann der Stadtteil Eppendorf. Hier zeigte sich eindrucksvoll, wie man in Hamburg lebt, wenn man etwas mehr Geld auf dem Konto hat. Wieder im Untergrund, war unser nächstes Ziel das Schanzenviertel. Das Schanzenviertel ist das alternative Hamburg. Hier ging es wesentlich lebendiger zu als im noblen Eppendorf.

Der Einfluss der autonomen Szene war unübersehbar. So sollte sich Hamburg noch öfters zeigen: Viel Schatten, viel Licht, aber immer offen für Neues, wobei das Alte nie vergessen wird. Diese lockere Atmosphäre, die man in Hamburg spürt, lässt keinen kalt. Man muss nur einmal mit einem Hamburger gesprochen haben, um zu spüren, dass die Menschen hier im kühlen hohen Norden wesentlich lockerer sind als man das sonst von einer Großstadt kennt. Nach Abschluss unserer Führung hatten wir Zeit für uns, bevor wir uns am Abend im Stadtpark "Planten un Blomen" zu der Wasser- und Lichtshow wieder trafen. Eindrucksvoll wurde hier gezeigt, wie man mit Wasser in Verbindung mit Licht und Musik eine „feuchtfröhliche“ Show erstellen kann.
Am nächsten Tag stand der legendäre Fischmarkt auf dem Programm. Nach dem Frühstück spazierten wir entlang der Hafenkante direkt in das Getümmel des Fischmarktes mit seinen berühmten Marktschreiern. Nachmittags gestalteten wir auf der "Flusi“, der auf einem alten Lastkahn eingerichteten Flussschiffer-Kirche, den evangelischen Gottesdienst mit, indem wir verschiedene Gospels zum Besten gaben und den anwesenden Gottesdienstbesuchern damit offensichtlich eine ziemliche Freude bereiteten. Abends besuchten wir ein Konzert des "Schleswig-Holstein-Musikfestivals" mit einem Blechbläser-Ensemble, das im Wechsel Gabrieli-Sonaten (Schwerpunkt-Thema im Abitur) und Werke der klassischen Moderne spielte. Der nächste Tag begann mit einer Führung durch das Rathaus von Hamburg. Hier bekamen wir einen Einblick in die Politik des Stadtstaates, zu der wir am Ende der Führung auch Fragen stellen konnten, die von zwei Abgeordneten von CDU und SPD beantwortet wurden. Später trafen wir uns, um den Passanten in der Fußgängerzone was aufs Ohr zu geben. So mancher schaute etwas verwirrt, als wir mit den Boomwhackern, knallbunten Klangröhren, loslegten und die Straße von fremdartigen Klängen widerhallte, gespielt mit süddeutschem Temperament im Klima des kühlen Nordens. Etliche Neugierige blieben stehen, lauschten und gaben uns sogar eine kleine Spende. So kam es, dass wir am Ende 31,26€ unser Eigen nennen durften und daher motiviert weiterzogen, um im Hauptbahnhof zu spielen, bis wir vom Bahnhofspersonal gestoppt wurden. Vielleicht hätten wir uns auch nicht direkt unter einer Überwachungskamera postieren sollen! Am Abend stand eine Führung durch St. Pauli und die Reeperbahn an. Die Führung gab uns einige Einblicke in das Hamburger Nachtleben, welche wir am gleichen Abend auf eigene Faust erweiterten. Der Abend endete, wie so manch anderer, in irgendeiner Kneipe auf dem Kiez. Warum auch nicht, denn Hamburgs Vergnügungsmeile Nr. 1 lag höchstens 5 Minuten von der Jugendherberge entfernt.
Am Dienstag beschäftigten wir uns intensiver mit Hamburgs aktueller Entwicklung, kurz: der neuen HafenCity. Wir besichtigten die historische Speicherstadt sowie den Hafen und anschließend gab es eine Einführung in das Zukunftsprojekt HafenCity mit Besichtigung des Teiles, der schon fertiggestellt ist. Erstaunlich modern und trotzdem nicht ausgefallen zeigte sich dieser Teil der Stadt. Abends folgte ein weiterer kultureller Höhepunkt in Gestalt des Musicals „Tarzan“.
Am darauffolgenden Tag, es war schon Mittwoch, erkundeten wir Hamburg vom Kanu aus, indem wir Arme der Außenalster befuhren . Der restliche Tag stand zur freien Verfügung. Gruselig begann für uns der Donnerstag: Der Hamburger Dungeon stand auf dem Plan. Der Dungeon ist ein Gruselkabinett, in dem die Geschichte Hamburgs den Besuchern auf schaurige, aber auch humorvolle Art nahe gebracht wird. Erzählt wird hier z.B. von dem großen Brand, dem fast ganz Hamburg zum Opfer fiel, von der Zeit der Pest oder auch von Störtebekers Hinrichtung. Der Abend stand wieder im Zeichen von St. Pauli. Einerseits wollten wir es uns an unserem letzten Abend dort so richtig gut gehen lassen, andererseits wartete das St. Pauli-Musical „Die Heiße Ecke“ auf uns. Dieses Musical erzählt „Kiez- Geschichten“ auf sehr humorvolle Art und Weise.
Unsere Zeit in Hamburg endete am nächsten Morgen schon um 5 Uhr, da der Rückflug anstand. Schlaftrunken und die Köpfe voll mit unseren Erinnerungen an Hamburg stiegen wir wieder ins Flugzeug, um nach gut einstündiger Flugzeit in Baden-Baden zu landen.

von Thomas Rebsdat, Jahrgangsstufe 12

Verfasst von Manuela Reith am Montag, 10. August 2009

Von Neunzehn, die auszogen, Florenz zu erkunden

Ziemlich früh am Sonntagmorgen, als ganz Baden-Baden noch schlief, trafen sich eine verschlafene Schar kulturbegeisterter Klosterschüler und zwei Lehrer am Bahnhof in Oos, um zum Abenteuer Florenz aufzubrechen. Für die nächsten sechs Tage wollten wir, den Spuren Michelangelos und Leonardo da Vincis folgend, die Toskana erkunden.
Nach einer Busfahrt ohne größere Zwischenfälle ereichten wir am Nachmittag unser Ziel: Die Jugendherberge Villa Camerata, eine Villa aus dem 16. Jahrhundert, sollte für die nächsten fünf Nächte unser Zuhause sein. Nachdem die Zimmer bezogen waren, stand die erste Erkundung der Stadt auf dem Programm. Vor allem die hungrigen Mägen galt es zu füllen. Manche von uns blieben dabei – wie auch an den übrigen Abenden – gleich in der Osteria I’Giuggiolo, direkt vor den Toren unserer Jugendherberge, hängen.
Die nächsten zwei Tage waren für Ausflüge in der Umgebung von Florenz reserviert. Nach einem typisch spärlichen italienischen Frühstück machten wir uns am Montag auf den Weg nach Siena, einer der schönsten Städte der Toskana. Nach einer Fahrt durch die Weinreben der Toskana erreichten wir die historische Altstadt, die seit 1995 zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Neben dem Piazza del Campo mit dem Palazzo Pubblico und seinem weithin sichtbaren Turm beeindruckt vor allem der Dom aus schwarzem und weißen Marmor, der eines der bedeutendsten Bauwerke der italienischen Gotik darstellt. Sein Bau wurde im 13. Jahrhundert begonnen und zog sich bis in das 14. Jahrhundert hinein.
Auf dem Rückweg nach Florenz setzte uns unser Busfahrer, Herr Fessler, am Piazzale Michelangelo ab. Ein Bronzeabguss des weltberühmten Davids von Michelangelo steht im Zentrum dieses Platzes oberhalb des Arnos, von dem man eine der schönsten Aussichten über Florenz, den Arno und den Ponte Vecchio hat. Wir erhielten dort einen ersten Überblick über die verschiedenen Sehenswürdigkeiten, die uns in den nächsten Tagen erwarten sollten.
Der Dienstag stand ganz im Zeichen Leonardo da Vincis. Wir besuchten das Museo Leonardiano di Vinci in Vinci, einem malerischen Dörfchen unweit von Florenz. Hier im nahe gelegenen Dorf Anchiano wurde der Meister 1452 geboren. Das Museum beherbergt zahlreiche Zeichnungen, Modelle und Repliken von Leonardos Maschinen und Erfindungen. Für uns alle neu und für die badische Seele schwer zu verdauen war die Erkenntnis, dass Leonardo – und nicht Freiherr von Drais – schon im 15. Jahrhundert das Fahrrad erfunden haben soll. Allerdings wird die Echtheit der Zeichnung des Fahrrads von Leonardo bezweifelt – sie wird einem Mönch zugeschrieben, der in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts mithalf, den Codex Atlanticus, eine bedeutende Sammlung von Werken Leonardos, zu restaurieren.
Am Nachmittag stand noch die Basilica di Santa Maria Novella in Florenz auf dem Programm. Der Bau der Kirche begann Mitte des 13. Jahrhunderts und dauerte bis in die Mitte des 14. Jahrhunderts. Besonders beeindruckend ist die Fassade aus dunkelgrünem und weißem Marmor. Der obere Teil der Fassade wurde im Jahr 1458 nach einem Plan von Leon Battista Alberti verwirklicht. Diesem gelang es, die schon bestehende gotische Verzierung des unteren Bereichs mit dem Stil der Renaissance des neuen Teils zu vereinbaren.
Der Mittwoch begann – abgesehen von dem schon erwähnten mageren Frühstück – mit einem Besuch der Galleria dell'Accademia, einer der bedeutendsten Kunstsammlungen in Florenz. Neben den Werken von bedeutenden florentinischen und toskanischen Malern des 14. und 15. Jahrhunderts konnten wir hier das Original des Davids von Michelangelo in seiner vollen Pracht bewundern. Ein weiterer Höhepunkt waren die vier unvollendeten Statuen der Prigioni (Gefangene), an denen wir die Arbeitsweise Michelangelos studieren konnten.
Danach erwartete uns Santa Maria del Fiore, der Dom von Florenz. Er ist weltbekannt für seine gewaltige Kuppel, die als technische Meisterleistung der frühen Renaissance gilt. Nach 463 anstrengenden Stufen, die uns entlang der Fresken in der Kuppel führten, erwartete uns ein atemberaubender Ausblick aus 106 Metern Höhe über Florenz.
Abgerundet wurde der Tag durch einen Besuch der Medici-Kapelle, dem berühmtesten und größten Teil der Basilica di San Lorenzo di Firenze. Der Medici-Papst Leo X. wollte mit diesem Mausoleum seiner Familie ein Denkmal setzen, als er 1520 den Bau beauftragte – und für das die Medici noch bezahlten, als das letzte Familienmitglied, Anna Maria Louisa de Medici, 1743 starb. In der neuen Sakristei findet man die Grabmäler der beiden Medici-Fürsten Lorenzo und Giuliano, die von Michelangelo gestaltet wurden.
Das wohl bekannteste Museum in Florenz, die Uffizien, sparten wir uns für den letzten Tag, den Donnerstag, auf. Trotz einer fast unzumutbar frühen Ankunft am Museum mussten wir eine Wartezeit von einer Stunde in Kauf nehmen, um die Gemäldesammlung zu besichtigen, die ihren Schwerpunkt auf Werke der italienischen Renaissance legt. Darüber hinaus umfasst die Sammlung Gemälde aus dem 13. bis 18. Jahrhundert und viele Werke flämischer, niederländischer, französischer und deutscher Künstler dieser Zeit.
Ein kurzer Besuch des Museo di Storia Naturale, des Naturhistorischen Museums (zwei der drei Stockwerke waren leider wegen Renovierungsarbeiten geschlossen) und ein Abstecher zum Palazzo Pitti, der die ehemalige Privatsammlung der Medici beherbergt, rundeten das kulturelle Programm unserer Studienfahrt ab.
Am Abend fanden wir uns alle in der oben erwähnten Osteria I’Giuggiolo ein, um bei einem gemeinsamen Abendessen die letzten fünf Tage Revue passieren zu lassen.
Am Freitag war dann der Tag des Abschieds gekommen. Die Koffer wurden gepackt und die Zimmer geräumt. Nach dem obligatorischen Gruppenfoto im Hof der Jugendherberge brachte uns Herr Fessler mit seiner sicheren und ruhigen Fahrweise mit nur einer ungeplanten, stau-bedingten Unterbrechung am Gotthard wieder in heimische Gefilde zurück. Ich glaube, jeder von uns war froh, die Nacht wieder in seinem eigenen Bett verbringen zu können – und alle freuten sich auf ein richtig gutes und reichhaltiges Frühstück zu Hause.
Trotz des vielfältigen kulturellen Programms kam auch der gesellige Teil der Studienfahrt nicht zu kurz. Es gab genügend Gelegenheiten, Florenz auf eigene Faust zu erkunden, oder auch einfach nur die Seele baumeln zu lassen.
Vielen Dank allen Teilnehmern für eine angenehme, meist unaufgeregte und wirklich schöne Studienfahrt. Ich würde jederzeit wieder mit dieser Gruppe verreisen.
Steffen Schaudel

Verfasst von sts am Sonntag, 09. August 2009

Finnland 2009 – Alles bääster Sportkurs

Im Juli 2009 traf sich eine Gruppe Sportverrückter in aller Frühe, genau genommen um 4.45 Uhr am Bahnhof, um die Reise zu einem einmaligen Abenteuer anzutreten.
Im Voraus hatten wir zweimal die Chance genutzt, das für so ein Erlebnis nötige Kleingeld zu verdienen. Zum einen hatten wir am Musischen Abend der Klosterschule belegte Brötchen, sowie Getränke verkauft. Im Service inbegriffen waren Umbauarbeiten zwischen den Auftritten der einzelnen Künstler.
Zum Anderen hatten wir in Eigeninitiative, sehr kurzfristig, einen Flammkuchenstand am Sommerfest des Richard-Wagner-Gymnasiums organisiert und betrieben.
Beide Mittelbeschaffungsmaßnahmen waren von Erfolg gekrönt und so wurde das oben genannte Zusammentreffen vereinfacht.
So machte man sich in zunächst rasantem Tempo auf den Weg nach Finnland. Am Flughafen trafen wir unseren Guide Jens Wilken, der sich im weiteren Verlauf als absoluter Glücksfall herausstellte. Nach geglückter Luftüberführung zum Finnischen Festland, stellte ein gelassen  reagierender David fest, dass ein Teil seines Gepäcks nicht in Helsinki-Vantaa aufzufinden war. Nach diesem Rückschlag fuhren wir mit einem leicht überdimensionalisierten Reisebus an den Einstiegspunkt zum Nationalpark Kolovesi. Die sechsstündige Fahrt wurde von einem Zwischenstopp an einem Supermarkt unterbrochen. Dort kauften wir in größeren Mengen Lebensmittel und weitere Utensilien um die nächsten 10 Tage zu überleben. Für David hieß es außerdem einen Satz Klamotten einzukaufen, wobei bei er allerdings zum Leidwesen unser aller Augen nicht auf die Karomuster Rücksicht genommen hatte.
Am Einstieg Käkötaipale angekommen wurde ein letztes Mal ausgiebig gegessen. Die sich schnell bemerkbar machende Schnakenplage wurde schnell zum „Schnaken-Eldorado“ erklärt. Das trübte die Stimmung aber in keinster Weise, da wir mit dem Dschungel-Deo gut gewappnet waren.
Zudem wurden wir das erste Mal mit der „hellen Nacht“ konfrontiert, welche einigen leicht zum Verhängnis wurde, da jegliches Zeitgefühl aufgrund der Helligkeit ausblieb.
Nach der ersten „Nacht“ im Zelt ging es an die Einführung in die Grundlagen der Navigation, da wir ohne Kompass und Karte komplett orientierungslos gewesen wären. Jeweils zwei Sportler sollten täglich neu die Navigation übernehmen. Die erste Etappe war gerade mal 4 Kilometer, die durch unsere kläglichen Versuche gemeinsam im Duo zu paddeln, länger dauerte als gedacht. Am ersten Campground angekommen, wie bei allen darauf folgenden, wurden die Lebensmitteltonnen aus den Kanus geladen und Holz gemacht. Darauf folgte, dass unser Kaffee-Kim seinem Handwerk nachging. Auf dem dabei benötigten Feuer wurde auch gleich die einzige warme Mahlzeit des Tages zubereitet.
Zwischenzeitlich waren andere damit beschäftigt einen Zeltplatz zu finden und sich ein Nachtlager einzurichten.
Nach dem Essen wurde meist zusammen gespielt, gelesen, hauptsächlich geangelt aber auch einfach nur zusammen gesessen und geredet, bis alle schließlich müde zur Isomatte gingen.
So sah im Groben der Tagesablauf für die nächsten acht Tage aus.
Tag drei war  auf Grund der 14 Kilometer Tour begleitet von Gegenwind einer der härtesten Tage. Dies war vor allem dadurch bedingt, dass wir den Hunger noch nicht gewohnt waren und deshalb die allgemeine Stimmung darunter litt.
Der darauf folgende Tag erwies sich als eines der Highlights der gesamten Tour. Dazu zählte eine kleine Inselwanderung, welche mit einer feuchten Überraschung endete. Unser Guide „Jensi“ hatte sich mit ein paar Verrätern eine Gruppenaufgabe überlegt, bei der es darum ging, mit nur einem verbliebenen Boot und 12 Leuten ohne Paddel, zum Campground zurückzukehren. Daraufhin blieb uns nichts anderes übrig als Klamotten und Wertsachen im Boot zu verstauen, um dann zurück zu schwimmen. Nach kurzem Ärger wurde durch anschließendes Klippenspringen jeglicher Unmut aufgelöst.
Der dabei entstandene Hunger wurde  durch die in Öl gebratenen Kartoffelschalenchips gedämpft und durch einen simplen Eintopf gestillt. Dies machte uns klar, wie sehr unser Hunger uns beeinflusste.
Der nächste Tag begrüßte uns zum ersten Mal mit Regen. Unser Campground war ca. 1 Kilometer im Wald, was uns den Transport von Lebensmitteln, Gepäck und zum Verdruss aller, auch Feuerholz aufzwang. Der Vorteil des Campgrounds lag aber in seiner Sauna, die dem transportierten Holz einen ungeahnten Wert gab. Die meisten genossen die wohlige Hitze nach den ersten Tagen im Nationalpark.


Zur Freude aller verzeichneten unsere Fischer abends einen erfolgreichen Fang was unseren Hunger vorübergehend stillte. Bei den Schnarch-Weltmeisterschaften 2009 erwiesen wir uns im gemeinsamen Schlafsaal als wahre Sportler.
Nach einer sehr kurzen Nacht stand uns die Königsetappe von 22 Kilometern zuvor. Fünfeinhalb Stunden später, im Übergang der Nationalparks, fanden wir unsere Lagerstelle ohne Holz und benutzbaren Toilette wieder. An diesem Tag waren alle enorm erschöpft, und so waren Essen und Aufbauen der Zelte die einzigen Aktivitäten bevor uns der plötzliche Regen in die Zelte beförderte.
Dass sich dies als Segen erwies, wurde uns am nächsten morgen nach 13 Stunden Schlaf am Stück bewusst. Die Strecke des Tages war länger als erwartet, was jedoch der wunderschöne Campground inklusive Sandstrand aufwog. Abends teilten wir unsere Feuerstelle mit jungen Finnen.
Am nächsten Tage war die Essensration genauso klein wie der Hunger groß, selbst für uns inzwischen trainierte Minimalspeisende. Doch das Glück meinte es gut mit uns und brachte uns 7 Fische, darunter einen 76 cm Hecht. Dank Florian und Moritz´ Angelkünste hielt sich der Hunger dann doch in Grenzen.
Der letzte Tag wurde zum heißesten Ritt der Tour. Windstärke 4 als Gegenwind erzeugte wilde Wellen. So manche Kanuspitze tauchte unter einer Welle durch, Gischt spritzte die Vorderen klatschnass und die Arme waren vom starken Paddeln schlaff. An diesem Abend waren wir alle ziemlich geschafft und entspannten uns alle beim lesen in der Sonne, Uno spielen oder einfach beim Schlafen auf den Felsen vor unserer Insel. Den letzten Sonnenuntergang auf unserer Studienreise wollten alle sehen, manche von der höchsten Stelle der Insel, andere kletterten die Felsen bis zum Wasser herunter um sie zu beobachten bis sie hinter der nächsten Insel verschwand.
Diese Nacht verbrachten dann zum Abschluss 3 von uns mit ihren Schlafsäcken unter freiem Himmel, wurden jedoch durch den am Morgen einsetzenden Regen geweckt. Der Regen begleitete uns auch den Rest des Tages.
Ein Grund für uns nach einem schnellen Frühstück unsere Sieben Sachen zu packen und auf dem schnellsten Weg nach Oravi zu paddeln.
Die erste Begegnung nach 10 Tagen Wildnis mit der Zivilisation wartete dort auf uns.
Eine Sauna, Duschen und ein kleines Restaurant löste in uns allen große Glücksgefühle aus. Den Tag verbrachten wir mit essen, schlafen und duschen.
Der Bus für unsere Rückreise kam um 22:00 und brachte uns bis 3:00 nach Helsinki. Dort verbrachten wir die restliche Nacht mit Volleyball spielen, durch Hindernisse aber leider nur kurz und mit Schlafen in der Flughafenhalle.
Um 5 Uhr war es soweit unser Check-in sollte beginnen, doch dann wurden wir durch ein Feuer an unserer Wartehalle aus dem Flughafen verscheucht.
Mit 3 Stunden Verspätung jedoch alle zusammen und mit dem gesamten Gepäck hoben wir dann um ca. 10:00 in Helsinki ab. In Frankfurt wurden wir von unseren Eltern begrüßt und kamen nach 36 Stunden ohne Schlaf und mit dem verloren gedachten Gepäck von David endlich wieder zuhause an. 
Alles in allem war jeder dieser 10 Tage die Reise wert. Wir sammelten reichlich unerwartete Erfahrungen, darunter die Feststellung, dass es durchaus möglich ist, womöglich noch entspannend und ganz ohne die gewohnte Technologie auszukommen. Zudem kamen die Erfahrungen die wir in der Gruppen gemacht haben. Erstaunlich für uns war auch zu sehen wie sich der komplette Tagesablauf auf die nötigsten Grundlagen reduzierte. Wir hätten nicht gedacht, dass Aufgaben wie Zelte Aufbauen, uns zu ernähren und sich vom einen bis zum nächsten Campground zu bewegen den ganzen Tag in Anspruch nehmen würden. Die gruppeninterne Stimmung wurde von Tag zu Tag besser, als sich jeder in die Gruppe eingefügt hatte und seine Aufgaben kannte.
 

Verfasst von Webadministrator am Donnerstag, 30. Juli 2009

Taizé-Fahrt mit Schülerinnen und Schülern der 11. Klassen

 

Wir, die Klassenstufe 11, hatten dieses Jahr zum ersten Mal die Möglichkeit vier Tage lang, zusammen mit Frau Kessler und Herr Bläs, Taizé zu erleben. In unseren Vortreffen zeigte sich schnell, dass sich zwar keiner genaue Vorstellung darüber machen konnte, wie so ein Leben in Taizé aussieht, aber alle doch wirklich neugierig darauf waren, es einmal selbst mitzuerleben.

So landeten wir mit unseren „Riesenrucksäcken“ erstmal auf dem „Riesenzeltplatz“ von Taizé. Tausend junge Leute aus verschiedenen Ländern verbringen hier, in der Glaubensgemeinschaft der Brüder von Taizé, einige Zeit. Was die unbeschreibliche Atmosphäre ausmacht, ist wohl die Einfachheit der Art und Weise, dort zu leben. Man gewöhnte sich rasch an die kalten Duschen, die nicht unbedingt luxuriösen Zelte und einige von uns gewöhnten sich sogar an das Essen (=, das wir immer auf kleinen Bänkchen auf dem Boden aßen. Der Überfluss, der zu Hause so viel unseres Alltags bestimmt, spielte hier keine Rolle mehr, man war so viel freier. Wir konnten dreimal am Tag zum gemeinsamen Gebet gehen, bei dem es aber nicht darum ging, Texte herunter zu beten, sondern man sang in der Gemeinschaft von Tausenden die Taizé- Lieder oder hörte einfach nur zu. Außerdem wurden uns Gespräche und Workshops mit Brüdern angeboten, in denen wir über „Gott und die Welt“ sprachen. Insgesamt verbrachten wir aber auch viel Zeit in unserer Gruppe. Während die Jungs, einschließlich Herr Bläs, oftmals am Ballspielen waren, lagen die Mädels viel lieber in der Sonne und schauten zu. Abends trafen wir uns entweder einfach so, um beieinander zu sitzen und zu reden - was die Nachtwächter nicht immer begeisterte - oder wir trafen uns, wie die meisten Jugendlichen, am „Oyak“, einem kleinen Kiosk , an dem wir noch etwas trinken und Knabberzeug für dich Nacht kaufen konnten.

In den Tagen in Taizé erlebten wir sicher sehr viele ruhige Stunden. Es war ein wirklich bescheidenes Leben, so dass man sich einmal auf sich selbst einließ, über Dinge nachdachte, für die im sonstigen Alltag kein Platz, keine Zeit oder Notwendigkeit zu sein scheinen.

Und am Ende wollte eigentlich keiner von uns mehr gehen…

 

Mareike Niederer, 11a

Verfasst von Webadministrator am Montag, 01. Juni 2009
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