Am Donnerstag, den 18.12.2008 war es wieder soweit, die Klassen 5 und 6 trafen sich in der Aula der Klosterschule ein, um sich in den Bundesjugendspielen im Gerätturnen und dem traditionellen Völkerballturnier zu messen.
Die tollen Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler beim Dreikampf an Boden, Sprung und Reck, lassen sich eindrucksvoll in Zahlen ausdrücken:
So erreichten bei 160 teilnehmenden Unterstufenschülern 59 eine Siegerurkunde und 16 eine Ehrenurkunde, was, bei etwas ungenauen nachrechnen, immerhin fast der Hälfte aller Teilnehmern entspricht.
Die Jahrgangsbesten wurden nach der Siegehrung nochmals von Frau Ziegler auf die Bühne gerufen, damit deren turnerischen Leistungen auf sehr hohem Niveau, nochmals besonders gewürdigt werden konnten.
Es sind dies folgende Schülerinnen und Schüler:
| Name | Klasse | Punktzahl | |
| 5. Klassen | |||
| 1. Platz | Marco Stemmle | 5c | 31,5 |
| 2. Platz | Julia Olinger | 5b | 28 |
| 3. Platz |
Gulia-Sofia Kiefer Oliver Hönig Gero Maier |
5a 5c 5c |
25,5 25,5 25,5 |
| 6. Klassen | |||
| 1. Platz | Cecille Weis | 6b | 27 |
| 2. Platz | Jonathan Clancy | 6c | 25 |
| 3. Platz | Freundel Julian | 6c | 24,5 |
Nicht weniger beeindruckend waren die Schülerinnen und Schüler, deren Leistungen nicht durch eine Urkunde belohnt wurden, die es aber dennoch schafften die Übungen sehr schön zu turnen. Hier sind besonders alle „Nichtturner“ zu erwähnen, die die verschiedenen, teilweise sehr anspruchsvollen Übungen, erst vor einigen Wochen kennen gelernt hatten. Allen Teilnehmern nochmals herzlichen Glückwunsch für die erbrachten Leistungen.
Im Anschluss an das Gerätturnen wurden, in teilweise hart umkämpften Spielen mit unglaublich spektakulären Szenen, die besten Mannschaften im Völkerballturnier ermittelt.
| 5. Klassen | 6. Klassen | |
| 1. Platz | 5c | 6c |
| 2. Platz | 5b | 6a |
| 3. Platz | 5a | 6b |
Die Begeisterung der Fans war dabei so groß, dass ein Lautstärkepegel erreicht wurde (>100 Dezibel), der an einem normalen Arbeitsplatz einen Hörschutz vorschreibt und ohne diesen zu dauerhaften Hörschäden führen würde….

Am Montagmorgen um 6.30 Uhr trafen sich etwa 40 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrer und Eltern zu einer Adventsmeditation. Vorbereitet hatten diese Frau Pfr. Bahret, Frau Engelhardt, Frau Dr. Kah und Herr Pfr. Möhrlein zusammen mit der Kl. 7. In Texten und Liedern ging es um das Licht, das die Dunkelheit in unserem Leben erleuchten kann. Alexander Fink (Kl. 12) trug durch sein Gitarrenspiel seinen Teil dazu bei. Anschließend wurde in aller Ruhe bei festlicher Kerzenbeleuchtung im Speiseraum gefrühstückt - eine schöne Einstimmung auf die dritte Adventswoche.
Wie schön, dass beim abschließenden Aufräumen so viele Eltern, Schüler und Kollegenhände mithalfen!
Am Morgen des 8. Dezembers 2008 verstarb sehr überraschend Schwester Michaela Anderer im gesegneten Alter von 89 Jahren an den Folgen eines Sturzes.
Schwester Michaela hat über Jahrzehnte das Bild der Klosterschule mitgeprägt; als Religionslehrerin der Unterstufe vermittelte sie nicht nur Wissen, sondern auch gelebten Glauben, als Internatsleiterin – sie hatte diese Position 22 Jahre lang inne und „durfte“ erst mit 80 Jahren in Pension gehen - gelang es ihr in ihrer aufrichtigen und liebevollen Art, den Internatsschülerinnen eine Ersatzmutter zu sein.
2001 erfolgte der Umzug von Frau Priorin und Schwester Michaela nach Ebersteinburg, wo Schwester Veronika bereits gepflegt wurde. Dort lebte Schwester Michaela auf, sie wurde von ihren Mitschwestern anerkannt und engagierte sich in der ehrenamtlichen Betreuung von kranken Mitschwestern. Anfangs besuchte sie noch regelmäßig die Schulveranstaltungen, in den letzten Jahren mied sie jedoch die großen Veranstaltungen und besuchte lieber die Schule in ruhigen Zeiten.
Die Beerdigung fand am Donnerstag, den 11. Dezember um 14 Uhr auf dem Hauptfriedhof statt, die Eucharistie wurde in der Klosterkirche gefeiert; Zelebrant war, ihrem Wunsch gemäß, Herr Pfarrer Wolfgang Andres, der bis vor wenigen Jahren an der Klosterschule katholische Religion unterrichtete.
Wie sehr Schwester Michaela geschätzt wurde, zeigte sich deutlich im reichen Blumenschmuck in der Friedhofskapelle, aber auch bei dem sich der Trauerfeier anschließenden kleinen Empfang im ehemaligen Refektorium. Viele der zahlreichen Trauergäste nahmen die Einladung der Schulleitung an und gedachten Schwester Michaelas bei Kaffee oder Tee in vielen Gesprächen. Diesen war eines gemeinsam – durch ihre lebensbejahende Art, die ihre Quelle in ihrem festem Glauben an die Auferstehung hatte, wird sie uns immer im Gedächtnis bleiben.